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Zwölftontechnik
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Mit den Begriffen Zwölftontechnik und Reihentechnik bzw. Dodekaphonie (von griechisch dodeka âzwölfâ und phone âStimmeâ) und Zwölftonmusik werden kompositorische Verfahren zusammengefasst, die von einem Kreis von Wiener Komponisten um Arnold Schönberg, der sogenannten âSchönberg-Schuleâ oder âWiener Schuleâ, in den Jahren um 1920 entwickelt wurden.
Grundlage der Zwölftontechnik ist die Methode des Komponierens mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen.cite-ref-1[1] Die Zwölftonreihe und ihre regelrechten Modifikationen dienten als neues Ordnungsprinzip des musikalischen Materials und wurden zeitlich nach der keinen spezifischen Regeln unterworfenen freien AtonalitÀt entwickelt.
Die âTotalitĂ€t der Zwölftontechnikâ im VerstĂ€ndnis von Schönberg erfuhr im musiktheoretischen Diskurs der Folgezeit vielfache Erweiterungen. Als âReihentechnikâ oder âserielle Technikâ beschĂ€ftigte sie sich auch mit nicht zwölftönigen Reihen. Die Ausdehnung des Reihenprinzips auf alle Parameter des Tones erweiterte die Zwölftontechnik zur seriellen Technik, die sich in den frĂŒhen 1950er Jahren im französisch-, italienisch- und deutschsprachigen Raum verbreitete.
Die Erfindung der Zwölftontechnik hat Arnold Schönberg allein sich selbst zugeschrieben. Gleich ihm haben aber auch Komponisten wie Josef Matthias Hauer, Herbert Eimert, Anton Webern, Josef Rufer und Alban Berg in den frĂŒhen Jahren wichtige BeitrĂ€ge zur Entwicklung der Zwölftontechnik geleistet. Josef Matthias Hauer hat 1919 von allen als Erster mit seiner 12-tönigen Komposition Nomos, op. 19 in diesem System komponiert.cite-ref-2[2]
Die Zwölftontechnik hat sowohl in der kompositorischen Praxis als auch im analytischen Denken vielfĂ€ltige und tiefgreifende Auswirkungen auf die Musik der Moderne und der Avantgarde gehabt. Sie zĂ€hlt zu den einflussreichsten musikgeschichtlichen Entwicklungen in der westlichen Musik des 20. Jahrhunderts. Da sie sich vom frĂŒhesten Anfang an in die verschiedensten Schulen und Individualstile verĂ€stelt hat, werden in diesem Artikel Diskussionen und Nachwirkungen nicht geschlossen an den Schluss gestellt, sondern im Zusammenhang mit ihren jeweiligen Auslösern besprochen.
Contents
âą Grundlagen
âą Stil und Gedanke
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Weblinks
âą Quellen
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Grundlagen
â
Hauptartikel
:
Zwölftonreihe
Arnold Schönberg hat in seinem erstmals 1935 gehaltenen Vortrag Composition With Twelve Tones eine einfache EinfĂŒhrung in die Zwölftontechnik gegeben.
âDiese Methode besteht [âŠ] aus der stĂ€ndigen und ausschlieĂlichen Verwendung einer Reihe von zwölf verschiedenen Tönen. Das bedeutet natĂŒrlich, daĂ kein Ton innerhalb der Serie wiederholt wird und daĂ sie alle zwölf Töne der chromatischen Skala benutzt, obwohl in anderer Reihenfolge [als in der chromatischen Skala].âcite-ref-3[3]
Oktavlagen und Enharmonische Verwechslungen bleiben bei dieser zunĂ€chst abstrakten Reihenformulierung unberĂŒcksichtigt; etwa vertritt cis1 alle anderen Töne cis/Cis, bzw. des/Des.
Eine Grundreihe enthĂ€lt also jeden Ton genau einmal. Dabei wird versucht, die einzelnen Tonreihen zu spiegeln oder auch aufsteigend und absteigend einzusetzen. Die Grundreihe aus Schönbergs KlavierstĂŒck op. 33a lautet:
Abgeleitet von einer Grundreihe (G) werden
⹠die Umkehrung (U) oder Spiegelung: Jedes Intervall, das in der Grundreihe aufwÀrts gerichtet war, ist nun abwÀrts gerichtet, und umgekehrt. Aus der absteigenden Quart b1-f1 wird die aufsteigende Quart b1-es2.
âą der Krebs (K): Die Grundreihe rĂŒckwĂ€rts.
âą die Krebsumkehrung (KU): die Umkehrung des Krebses bzw. der Krebs der Umkehrung.
Das ergibt fĂŒr Schönbergs op. 33a: 4grundreihen
In der kompositorischen Umsetzung sind die Oktavlagen der einzelnen Töne frei wÀhlbar. Aus der absteigenden Quart b1-f1 zu Beginn der Grundreihe kann die aufsteigende Quint b1-f2 werden sowie jede andere Kombination von Oktavlagen.
Jede dieser vier Reihenformen kann auf jede der zwölf chromatischen Stufen transponiert werden. Damit steht der Komposition ein Vorrat von insgesamt 48 verschiedenen Reihenformen zur VerfĂŒgung, die ĂŒblicherweise in einer Reihentabelle zusammengefasst werden.
Schönberg bezeichnete in seinen Kompositionsskizzen die Reihenformen durch Intervallsymbole: K+2 bedeutet Krebs um eine groĂe Sekunde (+2) nach oben transponiert; Kâ3 dementsprechend um eine kleine Terz (â3) tiefer.cite-ref-4[4] Andere Komponisten nummerieren jeweils von 1 bis 12 durch; oder der jeweilige Anfangston wird zur Bezeichnung herangezogen: Grundreihe auf fis; oder KU(e) = Krebsumkehrung mit dem Anfangston/auf e.
Die 48 Reihenformen sind das Material fĂŒr horizontale (melodische) AblĂ€ufe genauso wie fĂŒr vertikale Bildungen (Akkorde). Mehrere verschiedene Reihenformen können gleichzeitig ablaufen; aus einer Reihe, die eine Melodie bildet, können aber auch Teile in begleitende Akkorde ausgelagert sein. Unmittelbare Tonwiederholungen sind erlaubt, aber weder OktavsprĂŒnge noch OktavzusammenklĂ€nge, auch nicht, wenn zwei chromatisch gleiche Töne in unterschiedlichen Oktavlagen verschiedenen gleichzeitig ablaufenden Reihenformen angehören. Auch Interpolationen sind möglich: Ein Ausschnitt einer anderen Reihenform wird in einen Reihenablauf eingelagert; der Rest dieser anderen Reihenform erscheint an anderer Stelle in der Komposition.
Arnold Schönberg
Stil und Gedanke
Die erstmals 1950 in New York erschienene Sammlung Style and Idea (deutsch 1976 als Stil und Gedankecite-ref-5[5]) enthĂ€lt Schönbergs wichtigste Schriften zur Zwölftontechnik. Es handelt sich um eine Sammlung von Essays und VortrĂ€gen, deren Urfassungen Schönberg gröĂtenteils nach seiner Emigration in die USA auf Englisch geschrieben hatte. Sie befassen sich mit verschiedenen musikalischen, aber auch mit politischen Themen.
FĂŒr die Zwölftontechnik sind insbesondere folgende Texte von Bedeutung:
âą Composition With Twelve Tones (Komposition mit zwölf Tönen): Ein erstmals 1935 an der University of Southern California gehaltener Vortrag, der eine EinfĂŒhrung in die Technik gibt und, neben verschiedenen weiteren technischen und Ă€sthetischen Reflexionen, das Konzept der âEntwickelnden Variationâ erlĂ€utert.
âą Brahms the Progressive (Brahms, der Fortschrittliche): Typoskript, datiert mit 28. Oktober 1947.cite-ref-6[6] Es enthĂ€lt fĂŒr Schönbergs Zwölftontechnik wesentliche Reflexionen ĂŒber âFormâ und âFaĂlichkeitâ, auĂerdem den umstrittenen Versuch, Brahmsâ kompositorische Strukturen im Sinne einer VorlĂ€uferschaft zur Zwölftontechnik intervallisch zu analysieren.
Wesentlich ist auĂerdem:
⹠Composition With Twelve Tones (Komposition mit zwölf Tönen): Ein nur im Titel mit dem Vortrag von 1935 gleichlautendes Typoskript; der Text wurde nicht in Style and Idea aufgenommen.cite-ref-7[7]
Die Thesen dieser Schriften werden im folgenden Kapitel im Zusammenhang mit der Darstellung der Kompositionstechnik besprochen.
Die Zwölftonreihe in der Komposition
Das KlavierstĂŒck op. 33a
In den Notenbeispielen sind die Töne der Reihenformen durch Zahlen neben den Notenköpfen gekennzeichnet. Wie in der oben gegebenen Reihentabelle sind Grundreihe und Umkehrung mit 1 bis 12, die Krebsformen mit 12 bis 1 nummeriert. beispiel-sch-c3-b6nbergs-klavierst-c3-bcck-op-33abeispiel-sch-nbergs-klavierst-ck-op-33a
Takt 1 bringt die mit b beginnende Grundreihe, zu Vierergruppen zusammengefasst als vierstimmige Akkorde; Takt 2 verfĂ€hrt entsprechend mit der mit a beginnenden Krebsumkehrung. Die Takte 3 bis 5 schichten zwei Reihenformen ĂŒbereinander, in der rechten Hand KU(a), in der linken K(e). Entscheidend bei der Zuordnung sind nicht die Spielhand oder das System, in das die Note geschrieben ist, sondern die Instrumentierung: Das dis3 in Takt 5 wird von der linken Hand gespielt (original mit ViolinschlĂŒssel ins untere System notiert), gehört aber in die Reihe KU(a) und ist daher in den klanglich oberen Bereich gesetzt, wĂ€hrend die Quart f1-b1 der rechten Hand innerhalb des Gesamtklangs am tiefsten liegt und in die untere Ebene K(e) gehört.
Die Grundreihe lĂ€uft im ersten Takt zwar vollstĂ€ndig und korrekt ab, wĂ€re aus ihm allein aber nicht ableitbar. Da sich die Reihe indifferent gegenĂŒber der Oktavlage verhĂ€lt, also nur eine zeitliche Reihenfolge der Töne definiert, nicht aber ihr rĂ€umliches Ăbereinander, lĂ€sst sie sich aus gleichzeitig eintretenden Tönen nicht eindeutig rekonstruieren. Im ersten Akkord sind die ersten vier Reihentöne konsequent von oben nach unten angeordnet, im zweiten ist die Anordnung schon verĂ€ndert: der gemÀà Reihe zeitlich frĂŒheste Ton, der 5. (a), ist der tiefste, der folgende 6. (fis) der oberste; die beiden ĂŒbrigen dieser Vierergruppe liegen in der Mitte. Aus dem Anfangstakt lĂ€sst sich also nur ableiten, welche vier Töne den Anfang der Reihe bilden, welche vier die Fortsetzung und welche vier den Schluss, nicht aber, welche Reihenfolge innerhalb der Vierergruppen gilt. In vielen zwölftönigen Kompositionen muss die vom Komponisten gemeinte Folge aus verschiedenen Stellen rekonstruiert werden.
Ab Takt 3 laufen die Reihenformen im Prinzip als melodische Bildungen ab (vor allem Anfang von Takt 4, Anfang von Takt 5; jeweils rechte Hand), sind aber mehrfach als ZusammenklÀnge ineinandergeschoben: in Takt 3 werden in der rechten Hand die Töne 12 bis 9 nacheinander angeschlagen, aber gehalten, so dass sie sich zu einem Akkord zusammensetzen; in der Linken treten die Töne 12 und 11 sofort als Zusammenklang ein.
Die Takte 14 bis 18 zeigen einen freieren Umgang mit der Reihenfolge der Töne: t14-18
Konsequent einstimmig ist die untere Schicht U(es); die obere G(b) (die in Takt 17 und 18 in der originalen Partitur teilweise ins untere System notiert und von der linken Hand zu spielen ist) ist zu drei- und zweistimmigen Gebilden zusammengeschoben. In Takt 14 lĂ€uft die Grundreihe in der rechten Hand bis zum 5. und 6. Ton und daraufhin wieder zurĂŒck zum Anfang; Takt 15 ist eine fast wörtliche Wiederholung. Die strenge Reihenfolge der Töne steht also durchaus zur Disposition. Ăhnlich die untere Schicht vom letzten Viertel des Taktes 16 bis zum Anfang von Takt 18: Die Töne 7 und 8 werden in der normalen Reihenfolge eingefĂŒhrt, nach einem RĂŒckgriff auf 7 und wiederum 8 erscheint 9. Nach dem 10. Ton F beginnt beim Ăbergang zu Takt 18 wieder die Folge 7-8-9. â Zu beachten ist die Stimmkreuzung zwischen den Reihen in Takt 15: Der 3. Ton der unteren Ebene des1 liegt ĂŒber dem h der oberen Ebene. Der Unterschied in der Artikulation ist allerdings deutlich genug, um keinen Zweifel ĂŒber die ZusammenhĂ€nge aufkommen zu lassen; auch wird der Pianist vermutlich die untere Ebene leicht hervorheben.
An diesen Takten wird die Problematik der Aussage deutlich, die Reihe organisiere sowohl die horizontalen (melodischen) BezĂŒge als auch die vertikalen (akkordischen). Die genauere Fassung lautet: Die Reihe organisiert entweder das eine oder das andere; beides gleichzeitig ist nicht möglich. Die kleine Sept es1-desÂČ in der rechten Hand in Takt 16 wird gebildet aus dem 7. und 8. Reihenton, Ă€hnlich die groĂe Sept as1-g2 im folgenden Takt aus 9 und 10. Dadurch entsteht in der Oberstimme aus dem 7. und 9. Ton, also zwei in der Reihe an sich nicht als benachbart vorgesehenen Tönen, eine sehr auffĂ€llige melodische Bewegung desÂČ-g2. Ăhnlich ist in Takt 14 der Akkord c1-f1-b1 der rechten Hand durch die ZusammenrĂŒckung der ersten drei Töne der Grundreihe gebildet (freilich entsteht schon drei Achtel spĂ€ter durch das Ăberhalten des Tons b1 die reihenfremde Zusammensetzung 1-6-5), aber mit Eintritt des Tons es in der linken Hand entsteht aus der Ăbereinanderschichtung zweier unterschiedlicher Reihenformen ein Akkord, der keiner Reihenform entstammt.
Die Zwölftonreihe als TonalitÀtsvermeidung
âDie Konstruktion einer Grundreihe von zwölf Tönen geht auf die Absicht zurĂŒck, die Wiederholung jedes Tones solange wie möglich hinauszuschieben. Ich habe in meiner Harmonielehre dargelegt, daĂ die Betonung, die ein Ton durch verfrĂŒhte Wiederholung erfĂ€hrt, ihn in den Rang einer Tonika zu erheben vermag. Dagegen werden durch die regelmĂ€Ăige Verwendung einer Reihe von zwölf Tönen alle anderen Töne auf die gleiche Weise betont, und dadurch wird der einzelne Ton des Privilegs der Vorherrschaft beraubt.cite-ref-8[8]â
Als Schönberg das schrieb, war die Vermeidung der TonalitĂ€t noch ein virulentes Problem. Die Hörweisen nicht nur der Hörer, sondern auch der Komponisten waren durch eine traditionelle Musiksprache geprĂ€gt; die heute im musikalischen Hören gewöhnlich gewordene AtonalitĂ€t wirkte fremd und fĂŒr viele Hörer erschreckend. Zwar waren auch vor Schönbergs Ankunft in den USA die amerikanischen Komponisten Henry Cowell und Charles Ives bereits zu atonalen Strukturen vorgestoĂen; eine Breitenwirkung zumindest in musikalischen Kreisen, wie sie dann von Schönbergs Zwölftontechnik ausgehen sollte, war ihnen aber versagt geblieben. Insofern war Schönbergs Versuch, eine neue musikalische Sprache zunĂ€chst durch die Abgrenzung von einer alten, fest etablierten zu stabilisieren, vermutlich nicht nur naheliegend, sondern unvermeidlich.
Schönberg ist mit seiner Berufung auf seine Harmonielehre von 1911 allerdings ein aufschlussreicher GedĂ€chtnisfehler unterlaufen. Seine Argumentation in dem um Jahrzehnte Ă€lteren Buch beschĂ€ftigt sich tatsĂ€chlich mit Wiederholungen von Tönen in reinen TonsatzĂŒbungen zur traditionellen tonalen Musik (also kurzen Akkordfolgen ohne kĂŒnstlerischen Anspruch)cite-ref-9[9]
âUnd damit sind wir bei einer zweiten Anforderung angelangt, die fĂŒr die Entwerfung guter SĂ€tzchen in Betracht kommt: das Verlangen nach Abwechslung. Es lĂ€Ăt sich das schwer behandeln, ohne auch von der gegenteiligen Anforderung, von der Wiederholung zu sprechen. Denn bringt die erste Mannigfaltigkeit hervor, so gibt die zweite der ersten Zusammenhang, Sinn, System. Und System kann nur auf Wiederholung beruhen. Von der Wiederholung Gebrauch zu machen, werden wir nur wenig Gelegenheit finden [âŠ]â
Es folgt eine Reihe von FĂ€llen, in denen eine Tonwiederholung innerhalb einer TonsatzĂŒbung kein oder nur ein geringes Problem ist. Dann:
âDie schlechteste Form der Wiederholung wird die sein, die den höchsten oder den tiefsten Ton einer Linie zweimal setzt. [âŠ] Insbesondere der Höhepunkt wird wohl kaum wiederholt sein. [âŠ] Wenn etwa in einem Schubert-Lied nachgewiesen werden sollte, daĂ der höchste Ton in einer Melodie öfters vorkommt (beispielsweise: âMit dem grĂŒnen Lautenbandeâ), so ist das natĂŒrlicherweise ein anderer Fall, denn andere Mittel besorgen hier die nötige Abwechslung.â
(Vgl. hierzu die ausfĂŒhrliche Analyse von Mit dem grĂŒnen Lautenbande im Artikel Die schöne MĂŒllerin.)
TatsĂ€chlich zeigt eine Analyse von Schuberts Mit dem grĂŒnen Lautenbande, dass der höchste Ton der Melodie Gegenstand einer bewussten Dramaturgie ist: er ist zunĂ€chst Ziel einer konsequenten melodischen AufwĂ€rtsentwicklung, erscheint dann noch gesteigert als auffĂ€llige Dissonanz, wird schlieĂlich, wenn die Melodie sich in eine andere Richtung entwickelt, spielerisch in die BeilĂ€ufigkeit entlassen. Gleichzeitig aber zeigt die Analyse eines anderen Tons als des Hochtons â der also aus dem Inneren des Tonraums stammt â, dass nicht alle Töne so empfindlich auf Wiederholung reagieren, sich daher auch nicht zum Gegenstand einer gezielten Dramaturgie machen lassen.
Ein Komponist der tonalen Musik kann also mit einigen wenigen exponierten Tönen in seinen melodischen Linien spielen. FĂŒr alle anderen Töne ist die Tatsache der Wiederholung meistens gleichgĂŒltig; viel zu stark sind die Sinnstrukturen, die vor allem durch die Harmonik gesetzt werden. Völlig anders ist die Situation in der Musik, die auf die Sinnstrukturen der TonalitĂ€t verzichtet. BĂ©la BartĂłk baut weite Teile seines vierten Streichquartetts (1928) auf einem Motiv auf, das erstmals im Takt 7 des ersten Satzes im Violoncello auftritt:
Der 4. und 5. Ton sind Wiederholungen des 2. und 1. Wie sehr ihre Wirkung dadurch abgeschwĂ€cht ist, zeigt die dramatische Wirkung des Schlusstons b, der neu ist und durch diese Neuheit â nach der SchwĂ€che der vorhergehenden â eine dynamisch forttreibende Wirkung erhĂ€lt. Nimmt man jedoch die diesem Motiv von Takt 7 vorhergehenden Töne hinzu, dann Ă€ndert sich die Wirkung grundlegend:cite-ref-10[10]
Das b hat sich in Takt 6 schon ausgebreitet, und es wurde auf vergleichbare Weise erreicht wie der Schlusston, ĂŒber c1 und h. Der Schlusston des Motivs, der im ersten Notenbeispiel neu war, ist nun ein wiederholter. In dieser Version kehrt das Motiv in sich zurĂŒck, es verliert seine dynamisch-forttreibende Wirkung, es schlieĂt, wirkt wie eine Zusammenfassung des Vorhergehenden. Das hat mit einem Grundton im traditionellen Sinn nicht das geringste zu tun; niemand, der dieses Quartett einmal gehört hat, wird daran zweifeln, dass es durch und durch atonal ist. Dennoch liegt darin eine starke die Töne gewichtende Wirkung; das Schluss-b im ersten Notenbeispiel ist etwas ganz anderes als das Schluss-b im zweiten. Da die Ăberlagerung durch die starken Sinnstrukturen der Funktionsharmonik fortfĂ€llt, verĂ€ndert die Tatsache der Neuheit oder der Wiederholung in einem atonalen Zusammenhang die Wirkung eines Tones fundamental â und zwar jedes Tons, nicht nur einiger Spitzentöne. Die Ergebnisse dieses PhĂ€nomens sind fĂŒr einen die tonale Sprache gewöhnten Komponisten unvorhersehbar â sie werden durch die Verwendung verschiedener Intervalle noch kompliziert â und von einschĂŒchternder Kraft. Ein pathetisch inszenierter Zielton etwa wirkt unertrĂ€glich banal (weil nicht durch eine entsprechende Harmonik ĂŒberdeckt wird, dass er kurz zuvor schon erklang); oder er wirkt gar nicht als Zielton, sondern als Ausgangspunkt fĂŒr etwas Neues, das der Komponist nicht vorgesehen hat; oder er klingt â horribile dictu in atonaler Musik â einfach falsch. Die AtonalitĂ€t ist alles andere als ein Land der Gesetzlosigkeit, und ein Komponist, der sich von den ZwĂ€ngen der TonalitĂ€t gerade frei gemacht hat, mithin halb und halb noch darinsteckt, und der nun glaubt, nach Belieben schalten und walten zu können, kann böse Ăberraschungen erleben.
Im Zitat zu Anfang dieses Kapitels spricht Schönberg eindeutig nicht von der Tonikawirkung innerhalb eines fraglos tonalen, funktionsharmonischen Zusammenhangs â eine solche kommt jedenfalls nicht durch Tonwiederholung zustande â, sondern von Tonwiederholungen in einem atonalen Zusammenhang. Diese werden in der Harmonielehre nicht diskutiert. Dennoch hat Schönbergs Hinweis auf das Buch einen wenn auch unabsichtlichen Sinn. Denn als die Harmonielehre entstand â sie erschien erstmals 1911 â, tat Schönberg gerade seine ersten Schritte im damals völlig neuen Gebiet der AtonalitĂ€t; deren erste kompositorische Probleme und die Arbeit an dem Buch, das an anderen Stellen durchaus die neuen Entwicklungen reflektiert, dĂŒrften sich in seiner Erinnerung vermischt haben. Noch in der viel spĂ€teren ĂuĂerung ĂŒber die Zwölftontechnik schwingt die exorbitante Anstrengung nach, die, bei aller Entdeckerfreude, die ersten Schritte in die AtonalitĂ€t zweifellos erforderten, sowie vielleicht die Frustration darĂŒber, dass eine Unzahl engagierter Versuche in klanglichen WechselbĂ€lgern endeten, die die Vorstellungen des Komponisten in keiner Weise wiedergaben. Was Schönberg also als ein Verfahren zur TonalitĂ€tsvermeidung bezeichnet, ist tatsĂ€chlich die Reaktion auf eine genuin atonale Problemstellung. Hier scheint sich ein fĂŒr beide Komponistenpersönlichkeiten bezeichnender Vergleich mit BartĂłk anzubieten: BartĂłk, der in den unvorhergesehenen Wirkungen der Töne eine groĂe Chance sah und ihrer konzentrierten Erforschung und Erprobung ganze Streichquartette widmete; Schönberg, der diese Wirkungen zu fĂŒrchten gelernt hatte und ein System zu ihrer Vermeidung erdachte.
Aber diese Formulierung trifft den Sachverhalt nicht. Schon weil das System nicht funktioniert.
âDie Verwendung von mehr als einer Reihe war ausgeschlossen, weil in jeder folgenden Reihe ein Ton oder mehrere Töne zu bald wiederholt worden wĂ€ren.cite-ref-11[11]â
Wenn etwa in der ersten Reihe cis der 10. Ton ist, in der folgenden Reihe, die eine verĂ€nderte Reihenfolge bringt, aber der 3., dann wird cis wiederholt, bevor die ĂŒbrigen elf Töne vollstĂ€ndig durchliefen, und dadurch unangemessen bevorzugt. Das schlösse aber auch die Verwendung verschiedener Reihenformen aus. Nur solange immer ein und dieselbe Reihenform hintereinander ablĂ€uft, wird die verfrĂŒhte Wiederholung eines Tons verhindert; sobald auf eine Reihenform eine andere folgt, rĂŒcken Wiederholungen von Tönen unregelmĂ€Ăig aneinander und auseinander. Vgl. dazu in Takt 2 von op. 33a (Notenbeispiel oben) den obersten Ton d1 des letzten Akkords (4. Ton von KU(a)), der sich schon im folgenden Takt eine Oktave tiefer als erste obere Note der linken Hand wiederholt (11. Ton von K(e)). Ebenso in Takt 3 den letzten Ton der linken Hand G (9. Ton von K(e)), der nur durch zwei Töne von g1 (Takt 4, rechte Hand, dritte Note; 6. Ton von KU(a)) getrennt ist. Solche FĂ€lle sind hĂ€ufig. Erst auf gröĂere Strecken hin entsteht durch den Einsatz immer vollstĂ€ndiger Reihenformen eine statistische Gleichverteilung der Töne, falls der Komponist es nicht durch kompositorische Mittel verhindert.
Die Gleichberechtigung der Töne
Genau das hat Schönberg immer wieder getan. Das spektakulĂ€rste Beispiel ist die Musette aus der Suite fĂŒr Klavier op. 25, in deren Anfangs- und Schlussabschnitt ein Ton (g) aus der Reihe ausgliedert ist und als Orgelpunkt stĂ€ndig mitlĂ€uft. Aber darĂŒber hinaus ist die Bildung langer FlĂ€chen aus einigen wenigen Reihentönen eines von Schönbergs hĂ€ufigsten kompositorischen Mitteln. Zu Anfang des 3. Streichquartetts op. 30 wiederholen zweite Violine und Bratsche abwechselnd zwölf Takte lang ein aus fĂŒnf Tönen gebildetes Motiv, ĂŒber dem ab dem 5. Takt die Hauptstimme der ersten Violine steht. Die Takte 19 und 20 des KlavierstĂŒcks op. 33a lauten so:
Ab dem Ende von Takt 19 entsteht durch stĂ€ndige Wiederholungen und RĂŒckgriffe von jeweils 4 in ihrer Oktavlage festgelegten Tönen aus K(e) und KU(a) eine harmonisch stehende, aber in sich durch scharf umrissene Rhythmen stark bewegte FlĂ€che. Solche FlĂ€chen gehören zu den gewöhnlichsten kompositorischen Mitteln von Schönbergs zwölftönigen Werken. Sie nĂ€hern sich in auffĂ€lliger Weise Kompositionstechniken BartĂłks: Der Tonsatz schieĂt sich auf ein paar Töne ein, die, mit ganz bestimmten, immer wiederkehrenden Rhythmen verbunden, ĂŒber eine lĂ€ngere Strecke festgehalten werden, so dass die daraufhin neu eintretenden Töne eine starke Erneuerungswirkung haben. Schönberg wirkt in der Anwendung dieser Mittel allerdings im Allgemeinen nervöser als BartĂłk; seine Strecken sind kĂŒrzer, und oft erscheint ihre FortfĂŒhrung nicht, wie bei BartĂłk, als logische Konsequenz, sondern als Affektbruch.
Innerhalb derartiger Passagen wird die Reihenfolge der Töne grundlegend fragwĂŒrdig; sie fĂŒhren aber regelmĂ€Ăig auch zu einem starken Ăberwiegen einer bestimmten Gruppe von Tönen ĂŒber die restlichen zumindest fĂŒr einen gewissen Zeitraum.
âMan wird feststellen, daĂ die Folge der Töne entsprechend ihrer Anordnung in der Reihe immer streng beachtet worden ist [nĂ€mlich bei den in der Fortsetzung von Schönbergs Text angefĂŒhrten Musikbeispielen]. Man könnte vielleicht im spĂ€teren Teil des Werkes, wenn die Reihe dem Ohr schon vertraut geworden wĂ€re, eine leichte Abweichung von dieser Folge dulden (entsprechend dem gleichen Prinzip, das in frĂŒheren Stilen eine entfernt gelegene Variante gestattete). Am Anfang eines StĂŒckes wĂŒrde man jedoch nicht so abweichen.cite-ref-12[12]â
Man muss diese ĂuĂerung nicht ablehnen, es genĂŒgt einige GroĂzĂŒgigkeit bei ihrer Interpretation. Wahrscheinlich war Schönberg 1935 noch zu sehr daran interessiert, das Formbildende, Logikstiftende der Zwölftonreihe nach auĂen hin zu etablieren, als dass er vor einem Publikum, dem die Zwölftontechnik neu war, hĂ€tte ausfĂŒhren wollen, welchen Grad an Freiheit er zu diesem Zeitpunkt schon gewonnen hatte. Nimmt man das âvielleichtâ und die âleichte Abweichungâ im zweiten Satz dieses Zitats als starke Verkleinerungen, dann kommt man zu einer durchaus zutreffenden Beschreibung: Am Anfang (und, wie die Tabelle zu op. 33a zeigt, am Schluss) des StĂŒcks werden Reihenfolge und VollstĂ€ndigkeit der Reihentöne mehr oder weniger prĂ€zise beibehalten, in der Mitte des StĂŒcks treten zum Teil tiefgreifende Abweichungen auf.
Die Zwölftonreihe als TonalitÀtsersatz
Schönberg empfand den Verzicht auf die TonalitÀt nicht nur als Fortschritt.
âFrĂŒher hatte die Harmonie nicht nur als Quelle der Schönheit gedient, sondern, was wichtiger war, als Mittel zur Unterscheidung der Formmerkmale. FĂŒr den SchluĂ wurde zum Beispiel nur eine Konsonanz als passend erachtet. Befestigende Funktionen erforderten andere Harmoniefolgen als schweifende; eine Vorbereitung, eine Ăberleitung erforderte andere Folgen als ein SchluĂgedanke [âŠ]âcite-ref-13[13]
An einem Buch ĂŒber Die formbildenden Tendenzen der [tonalen] Harmonie hat Schönberg noch bis 1948 gearbeitet.cite-ref-14[14] Dass mit dem etwa 1909 erfolgten Ăbergang in die AtonalitĂ€t diese formbildenden Tendenzen fortgefallen waren, fĂŒhrte zunĂ€chst zur Komposition nur kurzer StĂŒcke; lĂ€ngere StĂŒcke waren auf einen Text angewiesen, der die Formbildung zu ĂŒbernehmen schien.
âNach vielen erfolglosen Versuchen in einem Zeitraum von annĂ€hernd zwölf Jahren legte ich den Grund zu einem neuen musikalischen Konstruktionsverfahren, das geeignet schien, jene strukturellen Differenzierungen zu ersetzen, fĂŒr die frĂŒher die tonalen Harmonien gesorgt hatten.âcite-ref-15[15]
Eine Tabelle zeigt den Einsatz der Reihe in Schönbergs KlavierstĂŒck op. 33a:
| Takt | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Taktart, Tempo | 4/4 MĂ€Ăig | | | | | | | â poco rit | | a tempo | | â poco rit â |
| Dynamik | p | | | | | mf | | p | | mf | | fp cresc |
| rechte Hand | G(b) | KU(a) | KU(a) | ... | ... | G(b) | KU(a) | G(b) 1, 3, 4 in zwei Oktavlagen | ... | G(b) | KU(a) | U(es) |
| linke Hand | G(b) | KU(a) | K(e) | ... | ... | G(b) | KU(a) | U(es) 1, 4 in zwei Oktavlagen | ... | U(es) | K(e) | G(b) |
| Takt | 13 | | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| T, T | 2/4 molto rit | | 4/4 a tempo | | | | | heftiger | â poco rit | ruhiger | | â rit â | | |
| D | f | | p | | p cantabile | | | f martellato | | p | | â p â | | |
| r H | ... | | G(b) | ... | ... | ... | ... | K(e) 12-3 | ... | G(b) 7-9, 5, 11-12 | ... | G(b) 1-6 | ... | |
| l H | ... | | U(es) | ... | ... | ... | ... | KU(a) 12-3 | ... | G(b) 3, 1/6, 2, 4 (fehlt 10) | ... | U(es) 1-6 | ... | |
| Takt | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| T, T | a tempo | | steigernd | | | | |
| D | f energisch, ff, â p | â scherzando â | â p martellato, cresc | f | | â f | dim â mp â cresc |
| r H | G(b) | ... | K(e) 12-7; KU(a) 6-1 | G(c) 1-6; U(b) 1-6; G(c) | ...; U(b) | ...; U(b) | ...; K(h) |
| l H | KU(a) | ... | KU(es) 7-12 (!); K(e) 6-1; U(f) 1-6 | ...; G(f) 1-6; U(f) | ...; G(f) | ...; G(f) | ...; KU(e) |
| Takt | 32 | | 32 nach Generalpause mit Fermate | 33 | 34 | 35 | 36 | 37 | 38 | 39 | 40 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| T, T | 5/4 | | | 9/8 | 6/8 â rit | 4/4 ruhig | | â steigernd â | | 3/4 rit | |
| D | ff | | p | | | p dolce | | p cresc | | f | ff |
| r H | ... | | G(b) | ...; KU(a) | ... | K(e) | ... | G(b); KU(a) | U(es); K(e) | G(b) | ... |
| l H | ... | | U(es) | ...; K(e) | ... | KU(a) | ... | G(b); KU(a) | U(es); K(e) | U(es) | ... |
Anmerkungen: Die Aufstellung ist vereinfacht; einzelne Schlusstöne am Taktanfang und Auftakte sowie Sforzati sind nicht berĂŒcksichtigt.
âą Drei Punkte: Die im vorhergehenden Takt beginnende Reihe wird weitergefĂŒhrt (Bei unvollstĂ€ndigen Reihen stehen die insgesamt vorhandenen Töne gleich hinter dem KĂŒrzel).
⹠Arabische Ziffern bezeichnen Reihentöne.
âą Gedankenstrich vor einer Tempo- oder Dynamikvorschrift: steht am Ende des Taktes;
âą Gedankenstrich zu beiden Seiten einer Tempo- oder Dynamikvorschrift: steht in der Mitte des Taktes.
Ăber weite Strecken des StĂŒcks begnĂŒgt Schönberg sich mit vier Reihenformen: G(b), K(e), U(es) und KU(a). hauptreihen
Es handelt sich also nur um zwei wirklich verschiedene Reihen, die entweder vorwĂ€rts oder rĂŒckwĂ€rts ablaufen. Sobald zwei Reihenformen gleichzeitig ablaufen, sind das immer die Kombinationen G(b)-U(es) und K(e)-KU(a). Dazu schrieb Schönberg:
âSpĂ€ter [d. h. nach dem BlĂ€serquintett op. 26] [âŠ] Ă€nderte ich meinen Einfall, wenn nötig, damit er den folgenden Bedingungen entsprach [âŠ]: Die Umkehrung der ersten sechs Töne [âŠ] auf der Quine tiefer sollte keine Wiederholung eines dieser sechs Töne hervorbringen, sondern die bisher unbenutzten sechs Töne der chromatischen Skala ergeben.âcite-ref-16[16]
Die jeweils ersten sechs Töne der Grundreihe auf b und der Umkehrung auf es (der Anfangston steht also eine Quint tiefer) ergeben sĂ€mtliche zwölf chromatischen Töne ohne Wiederholung eines Tons (was automatisch auch fĂŒr die jeweiligen Töne 7 bis 12 gilt). Damit konnte Schönberg diese beiden Reihenformen gleichzeitig ablaufen lassen, ohne innerhalb der ReihenhĂ€lften eine zu frĂŒhe Wiederholung eines Tons, der zwei unterschiedlichen Reihenformen angehört, befĂŒrchten zu mĂŒssen: Takt 14 bis 16 (zweite Note) ergibt ein vollstĂ€ndiges und wiederholungsfreies Zwölftonfeld; ebenso Takt 16 (Einsatz der rechten Hand) bis Ende Takt 18, obwohl die ReihenablĂ€ufe fĂŒr sich genommen unvollstĂ€ndig sind (siehe das Notenbeispiel oben).
Nur in Takt 27 Ende bis Takt 32 Anfang benutzt Schönberg zusÀtzliche Reihenformen:
| G(f) | K(h) |
|---|---|
| U(b) | KU(e) |
| G(c) |
|---|
| U(f) |
Auch hier haben die Anfangstöne der untereinander stehenden Reihenformen den Abstand einer Quint, so dass sie ĂŒbereinandergeschichtet werden können. G(f)-K(h) und U(b)-KU(e) beziehen sich wiederum als Krebsformen aufeinander.
In Stil und Gedanke schrieb Schönberg:
âWĂ€hrend ein StĂŒck meistens mit der Grundreihe selber beginnt, werden die Spiegelformen und andere Ableitungen wie etwa die elf Transpositionen aller vier Grundformen erst spĂ€ter verwendet; besonders die Transpositionen dienen, wie die Modulationen in frĂŒheren Stilen, dazu, Nebengedanken zu bilden.âcite-ref-17[17]
Die Grundreihe â in op. 33a wohl eher die in den ersten Takten exponierten vier Hauptreihen â fungiert also in etwa wie die Haupttonart traditioneller tonaler Musik: sie bildet einen Ausgangspunkt, von dem das StĂŒck zuerst in andere Tonarten â in andere Reihenformen â wegmoduliert und dann zum Ausgangspunkt zurĂŒckmoduliert. Diese Formung ist aus der Anordnung der Reihenformen in op. 33a klar ablesbar. Die Takte 27 bis 32 entsprechen also einem in anderen Tonarten stehenden Mittelteil in der tonalen Musik.
â[âŠ] jeder Ton [erscheint] immer in der Nachbarschaft zweier anderer Töne in unverĂ€nderlicher Kombination, die ein enges VerhĂ€ltnis schafft, welches dem VerhĂ€ltnis einer Terz und einer Quint zum Grundton Ă€uĂerst Ă€hnlich ist. Es ist natĂŒrlich bloĂ ein VerhĂ€ltnis, aber sein wiederholtes Vorkommen kann psychologische Effekte hervorrufen, die jenen nĂ€heren Beziehungen [innerhalb eines Dreiklangs] sehr Ă€hnlich sind.âcite-ref-18[18]
Diskussion und Kritik
Theodor W. Adorno
FĂŒr die musikĂ€sthetische und geschichtsphilosophische Untermauerung der Zwölftontechnik ist der deutsche Philosoph Theodor W. Adorno (1903â1969) zu nennen, der die Zwölftontechnik als die progressive Antwort auf die in seinen Augen reaktionĂ€r gewordene TonalitĂ€t interpretierte und auch selbst StĂŒcke mittels der Zwölftontechnik komponierte. Allerdings war sein Umgang mit den Zwölftonreihen nie so strikt wie etwa bei Schönberg, sondern er verteidigte, auch theoretisch, eine gewisse kĂŒnstlerische Freiheit, die er durch einen allzu orthodoxen Umgang mit der Zwölftontechnik in Gefahr geraten sah. So erweiterte er z. B. fĂŒr die Vertonung des Trakl-Gedichts Entlang (op. 5, Nr. 4) die Tonreihe auf 98 Töne.cite-ref-19[19] Im Ăbrigen beriet Adorno Thomas Mann fĂŒr seinen Roman Doktor Faustus musikalisch, insbesondere hinsichtlich der musiktheoretischen Reflexionen ĂŒber die Zwölftonmusik bzw. -technik.cite-ref-20[20]
SpÀtere Entwicklungen
Die regelhafte Zwölftontechnik
Eine regelhafte Kodifizierung der um 1920 entstandenen Zwölftontechnik ist nicht vor den vierziger Jahren fassbar. Von den âklassischenâ Komponisten der Zwölftontechnik (Schönberg, Berg, Webern) hat nur Schönberg einen theoretischen Beitrag zur ErklĂ€rung der Technik geliefert. Sein erstmals 1935 an der University of Southern California gehaltener Vortrag Composition With Twelve Tones wird von Vertretern der regelhaften Zwölftontechnik allerdings als âzumindest enttĂ€uschendâcite-ref-21[21] empfunden. Nach Schönbergs Emigration im Jahr 1933 und dem Beginn seiner LehrtĂ€tigkeit in den USA verbreitete sich die Zwölftontechnik an amerikanischen Hochschulen, wo sie sehr bald zu einer in hohem MaĂ verschulten Satztechnik geworden zu sein scheint. DarĂŒber hinaus beriet Schönberg in seinen letzten beiden Lebensjahren Josef Rufer bei der Abfassung von dessen 1952, ein Jahr nach Schönbergs Tod, erschienenem Buch Die Komposition mit zwölf Tönen â in einem allerdings nicht mit letzter Genauigkeit bestimmbaren Umfang; Schönberg war nach dem Krieg nicht nach Europa zurĂŒckgekehrt, Rufer andererseits nie emigriert. Neben Rufers Buch waren es die Schriften von RenĂ© Leibowitz (Schönberg et son Ă©cole 1946, Introduction Ă la musique de douze sons 1949), in zweiter Linie auch die LehrbĂŒcher von Herbert Eimert und Hanns Jelinek, die das bis heute in Allgemeinen Musiklehren und Nachschlagewerken verbreitete Bild von der Zwölftontechnik als einer in erster Linie regelhaften Anordnungsanweisung fĂŒr Noten prĂ€gten.
Die Regelsysteme zum Ausgangspunkt einer akademischen Kompositionsweise geworden, die, abgesehen von unzĂ€hligen Nachfolgern in Europa nach 1945, vor allem um die Mitte des 20. Jahrhunderts an den Hochschulen Nordamerikas verbreitet war. Glenn Gould hat in einem 1974 geschriebenen Aufsatz diese AtmosphĂ€re der Zwölfton-Orthodoxie charakterisiert. 1953 war der in die USA emigrierte Ernst Krenek â als Ăsterreicher und als bekannter Komponist eine KapazitĂ€t auf dem Gebiet der Zwölftonkomposition â, zur Abhaltung einer Meisterklasse an das Konservatorium Toronto gekommen, an dem Gould studierte.
âIch erinnere mich, daĂ ich ihm einmal die Partitur von Schönbergs Klavierkonzert vorlegte, fĂŒr das ich eine Fehlerliste vorbereitet hatte â eine Zusammenstellung von Abweichungen von der jeweils angewendeten Reihenform. âKönnte irgendetwas davon mehr sein als ein FlĂŒchtigkeitsfehler?â fragte ich. âIch meine, könnte irgendetwas davon möglicherweise (erröt . . . stotter . . . also, das war 1953, und die meisten von uns waren verbockte Konstruktivisten) das Ergebnis von (schluck) Inspiration sein?â âIch weiĂ auch nicht, was in Schönbergs Kopf vorgegangen ist,â antwortete Krenek, âaber sehe nicht ein, warum es keine Inspiration gewesen sein sollte.ââcite-ref-22[22]
Gould lĂ€sst keinen Zweifel daran, dass schon geringfĂŒgige Abweichungen von der Norm an einer nordamerikanischen Musikhochschule der fĂŒnfziger Jahre fĂŒr Aufsehen sorgten.
Mathematische AnsÀtze
Analyse
1966 erschien der Aufsatz Zur Theorie einiger Reihen-Kombinationen von Eberhardt Klemm. Klemm ersetzt in der Grundreihe aus Schönbergs Violinkonzert op. 36 die Töne durch Zahlen: den Anfangston a durch die 0, die weiteren Töne durch die Zahl der Halbtöne, die sie ĂŒber dem Anfangston stehen (das folgende b also durch eine 1, den dritten Ton es durch eine 6 usw.).
âDiese Zahlenreihe ist eine andere Anordnung, algebraisch ausgedrĂŒckt eine Permutation der Zahlen 0, 1, ..., 11, welche als die âreduzierten ReprĂ€sentanten nach dem Modul 12â anzusehen sind.cite-ref-23[23]â
Es folgt eine Reihe algebraischer Transformationen. Klemm bezieht sie nur sporadisch auf real komponierte Strukturen, und der Bezug zu vom Komponisten möglicherweise intendierten kĂŒnstlerischen Aussagen bleibt locker. »In der vorliegenden Studie geht es weniger um die Beschreibung kompositorischer Sachverhalte als um theoretische Einsichten in die Struktur der Zwölftonreihen.«cite-ref-24[24]
Klemms Ansatz steht im Zusammenhang mit einem starken Interesse an mathematischen Analysemethoden, das durch die zweite HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts anhielt und sich mit dem gesamten verfĂŒgbaren Musikrepertoire nicht nur der westlichen Welt befasste. Durchgesetzt hat sich aber die Mitte der sechziger Jahre von Allen Forte begrĂŒndete Theorie der pitch class sets, die mehrfach auf Werke der Wiener Schule angewendet wurde.
Komposition
Durch ihre AffinitĂ€t zur Algebra ist die regelhafte Zwölftontechnik das frĂŒheste Beispiel fĂŒr moderne Kompositionsmethoden, in der kompositorische Entscheidungen nicht durch das Gehör, sondern mithilfe mathematischer Verfahren gefĂ€llt werden. Inwieweit einzelne Komponisten, die zur Definition von Tonhöhenfolgen mehr oder weniger komplizierte mathematische, aber deshalb nicht unbedingt serielle Verfahren verwendeten â vor allem Iannis Xenakis, aber (teilweise) auch György Ligeti â, einer Anregung durch die Zwölftontechnik folgten oder doch eher einem durch den Aufstieg naturwissenschaftlichen Denkens geprĂ€gten Zeitgeist, wird sich schon deshalb oft nicht entscheiden lassen, weil keiner dieser Komponisten auf eine Auseinandersetzung sowohl mit der modernen Naturwissenschaft als auch mit der Zwölftontechnik verzichten konnte. Die bekannteste direkte Nachfolge der regelhaften Zwölftontechnik ist die Serielle Musik im Europa der fĂŒnfziger Jahre. Ihre Vertreter (Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen, Henri Pousseur und viele weitere) beriefen sich auf Anton Webern, nicht auf Schönberg. Ihre Webern-Analysen sind allerdings seit den siebziger Jahren von verschiedenen Seiten scharf kritisiert worden. In der Seriellen Musik unterliegen nicht nur die Tonhöhen, sondern auch alle anderen Parameter des musikalischen Satzes, wie Tondauer, LautstĂ€rkeangaben, Artikulation usw. der Organisation in voneinander unabhĂ€ngigen Reihen. Die Zahl Zwölf spielt nur fĂŒr die Ordnung der chromatischen Töne noch eine Rolle. Vor allem die rhythmischen VerhĂ€ltnisse geraten dabei aufgrund intrikater ZahlenverhĂ€ltnisse oft in die Gefahr sowohl der vollstĂ€ndigen UnausfĂŒhrbarkeit als auch der UnĂŒberprĂŒfbarkeit durch den Komponisten. FĂŒr die Vereinigten Staaten ist Milton Babbitt Pionier der seriellen Musik. Babbitt beschrieb erstmals systematisch das auch fĂŒr die Reihe von op. 33a gĂŒltige PhĂ€nomen der HexachordkomplementaritĂ€t, welches er unter dem Begriff Combinatoriality als konstruktives Prinzip eines seriellen Tonsatzes etablierte.cite-ref-25[25]
Siehe auch
Literatur
chronologisch
⹠Arnold Schönberg: Harmonielehre. Wien 1911.
⹠Anton Webern: Der Weg zur Neuen Musik (16 VortrÀge 1932). Universal Edition, Wien 1960.
⹠Arnold Schönberg: Stil und Gedanke. In: Gesammelte Schriften 1. Stil und Gedanke, AufsÀtze zur Musik. Hg. von Ivan Vojtech. Frankfurt am Main 1976. (Auch als Fischer Taschenbuch, 1992) Darin vor allem:
âą Brahms der Fortschrittliche. Vortrag vom 12. Februar 1933 im Frankfurter Rundfunk (liegt nicht mehr vor), englische Fassung datiert vom 28. Oktober 1947 (Brahms the Progressive).
⹠Komposition mit zwölf Tönen. Vortrag gehalten zuerst 1935 in der University of Southern California (Composition With Twelve Tones).
⹠René Leibowitz: Schoenberg et son école (1947). Janin, Paris 1947.
âą RenĂ© Leibowitz: Introduction a la musique de douze sons (1949). LâArche, Paris 1949.
âą Theodor W. Adorno: Philosophie der neuen Musik. TĂŒbingen 1949.
⹠Ernst Krenek: Studies in Counterpoint (1940), deutsch: Zwölfton-Kontrapunkt-Studien. Schott, Mainz 1952.
⹠Herbert Eimert: Lehrbuch der Zwölftontechnik. Breitkopf & HÀrtel, Wiesbaden 1952.
⹠Josef Rufer: Die Komposition mit zwölf Tönen. Berlin/Wunsiedel 1952.
⹠Luigi Nono: Die Entwicklung der Reihentechnik. In: DarmstÀdter BeitrÀge zur neuen Musik. Mainz 1958.
âą György Ligeti: Die Komposition mit Reihen. In: Ăsterreichische Musikzeitschrift. Nr. XVI, Wien 1961.
âą Eberhard Klemm: Zur Theorie einiger Reihen-Kombinationen. In: Archiv fĂŒr Musikwissenschaft. XXIII, 1966 S. 170â212.
âą Hanns Jelinek: Anleitung zur Zwölftonkomposition (1952â58), 2 Teile in 4 BĂ€nden. Wien 1967 (= UE. 1967 2teA).
âą Michael Beiche: Artikel Zwölftonmusik im Handwörterbuch der musikalischen Terminologie, herausgegeben von Hans Heinrich Eggebrecht (jetzt: Albrecht RiethmĂŒller). Steiner, Wiesbaden 1971 ff. (Digitalisat).
⹠Eberhard Freitag: Schönberg. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1973.
⹠Arnold Schönberg. Gedenkausstellung 1974 (Katalog, Redaktion Ernst Hilmar) Universal Edition, Wien 1974.
âą Christian Möllers: Reihentechnik und musikalische Gestalt bei Arnold Schönberg. Eine Untersuchung zum III. Streichquartett op. 30 (= Beihefte zum Archiv fĂŒr Musikwissenschaft, Band XVIII). Wiesbaden 1977.
âą Rudolf Stephan: Zwölftonmusik. In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite Ausgabe, Sachteil, Band 9 (Sydney â Zypern). BĂ€renreiter/Metzler, Kassel u. a. 1998, ISBN 3-7618-1128-4 (Online-Ausgabe, fĂŒr Vollzugriff Abonnement erforderlich)
Weblinks
⹠Zur Entwicklungsgeschichte der Zwölftonmusik
âą Fachbegriffe zum Thema Klangreihenmusik/Dodekaphonie
⹠Ein Reihenquadrat zur automatischen Berechnung aller Transpositionen einer Zwölftonreihe
âą Datenbank von Tonreihen und Tropen
Quellen
Zur AufschlĂŒsselung der Kurztitel vgl. die Literaturliste
cite-note-11. â Arnold Schönberg: Stil und Gedanke. Fischer, Frankfurt a. M. 1995 S. 75.
cite-note-22. â Joseph Matthias Hauer. In: Riemann Musiklexikon. Schott-Mainz, 2012, Band 4, S. 343.
cite-note-33. â zitiert nach der Taschenbuchausgabe: Stil und Gedanke, S. 110
cite-note-44. â vgl. das Faksimile von Schönbergs Reihentabelle zum 4. Streichquartett in: Arnold Schönberg. Gedenkausstellung 1974 (Katalog, Redaktion Ernst Hilmar) Universal Edition, Wien 1974, S. 150 (ErlĂ€uterung S. 339).
cite-note-55. â Arnold Schönberg: Stil und Gedanke. AufsĂ€tze zur Musik hg. von Ivan Vojtech, S.Fischer-Verlag Bayern 1976 (= Gesammelte Schriften 1). Die Ausgabe enthĂ€lt auĂer Stil und Gedanke unter der Ăberschrift AufsĂ€tze zur Musik noch weitere Texte aus dem Umkreis der ursprĂŒnglichen Sammlung. Der 1992 im Fischer Taschenbuch Verlag erschienene Band Stil und Gedanke, der nur die ursprĂŒngliche Sammlung als Nachdruck der Gesammelten Schriften bringt, korrigiert stillschweigend einige Fehler, leider ohne Nachweis, ob dafĂŒr das Original erneut konsultiert wurde.
cite-note-66. â Die deutsche Urfassung, vermutlich 1933 im Frankfurter Rundfunk gesendet, wurde erst nach dem Erscheinen der Gesammelten Schriften wiederaufgefunden und 1990 gedruckt in: Festschrift Rudolf Stephan zum 65. Geburtstag, Laaber-Verlag, Laaber 1990; sowie in: Albrecht DĂŒmling: Verteidigung des musikalischen Fortschritts. Brahms und Schönberg, Argument Verlag, Hamburg 1990 (nach der Anmerkung der Taschenbuchausgabe von Stil und Gedanke).
cite-note-77. â Es fehlt dementsprechend in der deutschen Taschenbuchausgabe, ist aber in den Gesammelten Schriften, Band 1, enthalten.
cite-note-88. â Komposition mit zwölf Tönen (Typoskript) Gesammelte Schriften, Band 1, S. 380
cite-note-99. â Josef Rufer (Hrsg.): Harmonielehre. 7. Auflage. 1966, S. 142 f.
cite-note-1010. â Um der deutlicheren Lesbarkeit willen ist die Enharmonik verĂ€ndert.
cite-note-1111. â Komposition mit zwölf Tönen (Vortrag) Taschenbuchausgabe S. 111
cite-note-1212. â Komposition mit zwölf Tönen (Vortrag) Taschenbuchausgabe S. 118 f.
cite-note-1313. â Komposition mit zwölf Tönen (Vortrag). Taschenbuchausgabe S. 108
cite-note-1414. â Structural Functions of Harmony, posthum erschienen 1954.
cite-note-1515. â Komposition mit zwölf Tönen (Vortrag). Taschenbuchausgabe S. 109 f.
cite-note-1616. â Komposition mit zwölf Tönen (Vortrag). Taschenbuchausgabe S. 117
cite-note-1717. â Komposition mit zwölf Tönen (Vortrag). Taschenbuchausgabe S. 119
cite-note-1818. â Komposition mit zwölf Tönen (Typoskript). In: Gesammelte Schriften Band 1 S. 381
cite-note-1919. â Stefan MĂŒller-Doohm: Adorno. Eine Biographie.
cite-note-2020. â Gerhard SchweppenhĂ€user: Theodor W. Adorno zur EinfĂŒhrung.
cite-note-2121. â Klemm S. 171.
cite-note-2222. â ĂŒbersetzt nach: A Festschrift for âErnst Who???â. In: Tim Page (Hrsg.): The Glenn Gould Reader. New York 1984, S. 189
cite-note-2323. â Klemm S. 173. Die KĂŒrzungspunkte stehen im Original.
cite-note-2424. â Klemm S. 170.
cite-note-2525. â Andrew Mead: An Introduction to the Music of Milton Babbitt. Princeton University Press, Princeton 1994 S. 20â38.